Fortsetzung des Missbrauchs mit anderen Mitteln

Vorbemerkung: Nachdem sich Alexander Probst im Frühjahr 2010 mit seinem Fall in die Öffentlichkeit gestellt hatte, bekam er eine Reihe von Anrufen ehemaliger Domspatzen, die sich teils als Zeugen angeboten haben, ihre eigenen Erlebnisse vermitteln wollten, oder auch nur ihre Solidarität bekunden wollten. Sie alle hatten ihren Weg zu Alexander Probst über das Telefonbuch oder das Internet gefunden.

Es mutet also schon sehr merkwürdig an, wenn man hört, dass der Täter Sturmius Wagner am 29. Mai 2011, morgens um 8:15 Uhr beim Schwiegervater von Alexander Probst unter dem Vorwand anruft, dass er mit Alexander Probst sprechen möchte (was für einen Aufwand muss er erstmal betrieben haben, um zu recherchieren, wie der Schwiegervater mit Nachnamen heißt). Womit Sturmius Wagner nicht rechnen konnte, war die Tatsache, dass Alexander Probst in der Nähe war und von seinem Schwiegervater in die Wohnung ans Telefon gerufen wurde.
In dem folgenden Telefonat äußerte sich Sturmius Wagner folgendermaßen: Er möchte sich gerne entschuldigen, für den Fall, dass er das tatsächlich gewesen sei, denn er könne sich daran nicht erinnern, dass er so etwas überhaupt getan hätte. Außerdem wies er noch ausdrücklich darauf hin, dass ein mögliches Treffen mit Alexander Probst auf keinen Fall mit Pressevertretern stattfinden dürfe. Alexander Probst wies Sturmius Wagner darauf hin, dass er ihn anrufen könne, aber bitte unter seiner eigenen Telefonnummer, die allgemein öffentlich zugänglich ist.

Am selben Abend hat sich Sturmius Wagner erneut telefonisch gemeldet. Er hat wieder betont, er kann sich das nicht vorstellen, dass er das gewesen sei. Für den Fall, dass es doch so gewesen sei, würde er sich gern mit Alexander Probst treffen. Alexander Probst hat einem Treffen zugestimmt, unter der Voraussetzung, dass er einen Freund zu diesem Treffen mitbringen kann. Sturmius Wagner legte nochmals Wert darauf, dass ein solches Treffen auf keinem Fall in der Anwesenheit von Pressevertretern stattfinden könne.

Bei seinem dritten Anruf (22. KW), schlägt Sturmius Wagner vor, ob er nicht gemeinsam mit Alexander Probst ein Buch schreiben könnte, in dem die Vorgänge sowohl aus Täter wie aus Opfersicht dargestellt werden sollen. Alexander Probst entgegnet, dass er das Thema „Buch schreiben“ erst besprechen will, wenn er eine ausreichende Entschuldigung von Sturmius Wagner gehört hat. Auf Wunsch von Sturmius Wagner wurde ein weiteres Telefonat für den 06.06.2011 abgesprochen.

Bei dem Telefonat am 06.06.2011 vereinbarte Sturmius Wagner ein Treffen mit Alexander Probst. Es sollte am Donnerstag, 09.06.2011, 11:00 Uhr, im Johannes-Zentrum in Neumarkt/Opf. stattfinden.
Dieser Termin wurde von Sturmius Wagner am 08.06.2011 telefonisch abgesagt, mit der Begründung, er hätte niemanden, der ihn zu diesem Gespräch begleiten würde.

Am 12.06.2011 rief Sturmius Wagner wieder bei Alexander Probst an und wollte einen Termin für Dienstag, 14.06.2011, vereinbaren. Alexander Probst konnte jedoch aus beruflichen Gründen erst wieder einen Termin zum 27.06.2011 anbieten. Geplant wurde dieses Treffen in Nürnberg, im Caritasgebäude der Diözese Eichstätt; der dortige Leiter sollte Sturmius Wagner zum Gespräch begleiten.
Am Donnerstag, 16.06.2011, vormittags gegen 11 Uhr rief der Leiter der Caritaszentrale in NĂĽrnberg in Vertretung von Sturmius Wagner bei Alexander Probst an, um mitzuteilen, dass Herr Wagner nun doch nicht in der Lage sei, sich mit Alexander Probst zu treffen.

Seitdem keine weiteren Anrufe oder Mitteilungen anderer Art.

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