Mißbrauchbeauftragte betreibt Mißbrauch

Das schlägt dem Faß den Boden aus. Da hat die Mißbrauchbeauftragte der Diözese Regensburg (Frau Dr. Böhm) doch die Chuzpe ein öffentlich bekanntes Mißbrauchopfer anzusprechen, er solle dafür sorgen, dass wir eine angebliche falsche Behauptung auf dieser Homepage ändern sollten (Es ging dabei um die Feststellung, dass sich bis zu einem bestimmten Stichtag weder die kath. Kirche noch Sturmius Wagner – entgegen öffentlicher Ankündigung – mit Alexander Probst in Verbindung gesetzt haben). Diese Feststellung war richtig und wird mit dem genannten Stichtag immer richtig bleiben.

Aber was ist das für eine Mißbrauchbeauftragte? Wenn diese Dame meint, dass hier etwas unrichtig dargestellt ist, warum ist sie nicht Frau genug um sich an die Redaktion zu wenden. Warum versucht sie hier ein Opfer zu instrumentalisieren um Druck auf die Redaktion auszuüben? Wenn hier wirklich unrichtige Behauptungen stehen würden, hätte sich das Bistum Regensburg doch schon längst in seiner bekannten Art bei uns gemeldet. Das hat das Bistum in der Vergangenheit in anderen Fällen ausreichend demonstriert.

Aber es passt ins Bild: Die Institutionalisierung der angeblich unabhängigen Mißbrauchbeauftragten, die Ankündigung der öffentlichen Aufarbeitung, all das wurde vor einem Jahr hektisch veröffentlicht. Aber was ist inzwischen passiert? Anrufe und Informationen gab es genug bei ihr. Angekündigte umfassende Informationen der Öffentlichkeit sind ausgeblieben, einzig der Verweis auf die frühen rechtskräftig verurteilten Täter ist nach wie vor auf der Homepage des Bistums nachzulesen. Alle späteren Fälle werden in zwei, drei nebulösen Sätzen angedeutet. Jetzt hat sie sich also eingereiht in die lange Reihe der Herren im schwarzen Talar, die schon früher mit Druck auf die Opfer alles unter den Teppich gekehrt haben. Das Bistum Regensburg und „seine“ Mißbrauchbeauftragte haben sich selbst entlarvt:
Lieber weiter Mißbrauch mit den Opfern treiben, als irgendwelche Schandtaten der Vergangenheit eingestehen!